GEP 5 - Ökonomisierung der Bildung
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Paulo Freire Zentrum, Österr. HochschülerInnenschaft (Hg.)
Ökonomisierung der Bildung
Tendenzen, Strategien, Alternativen
Wien, Mandelbaum, 2005. ISBN 3-85476-155-4

Das Buch
Inhalt
Die AutorInnen


GEP AUSGABE

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Das Buch

Bildung nährt das Hoffen auf Befreiung und zementiert zugleich soziale Ungleichheiten. So bewegt sie sich seit jeher in einem Spannungsfeld zwischen Emanzipation und Herrschaft. In den letzten Jahren mehrten sich jedoch die Zeichen, dass Bildung auf Fragen der ökonomischen Verwertbarkeit zurechtgestutzt wird. Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche schreitet ungebremst voran und bewirkt tiefgreifende Veränderungen in den Gesellschaften des Nordens sowie des Südens. Die Folgen sind Einsparungen, Umstrukturierungen, Ausgliederungen und Privatisierungen. Wie sich diese Entwicklungen auf das Bildungswesen auswirken, wird im vorliegenden Band analysiert und benannt. Die Beiträge widmen sich sowohl den Mustern neoliberaler Bildungspolitik als auch den Fragen nach Alternativen. Wie kann eine demokratische Universität aussehen? Was macht emanzipatorische Bildung aus? Dazu scheint ein neues Verständnis der Begriffe Bildung und Öffentlichkeit notwendig. Denn ein kritischer Gegendiskurs zum Mainstream der Ökonomisierung braucht Gegenkonzepte.

Das Buch ist leider vergriffen, aber: Das Mattersburger Kreis stellt es jetzt als pdf online zu Verfügung: hier (700 kB).


Inhalt

Gerald Faschingeder, Bernhard Leubolt, Pia Lichtblau, Oliver Prausmüller, Johannes Schimmerl, Angelika Striedinger
Bildung ermächtigt. Eine Einleitung

Luise Gubitzer
Wir zahlen, wir fordern: Kundschaft StudentInnen
Zur Ökonomisierung von Bildung

Oliver Prausmüller, Johannes Schimmerl, Angelika Striedinger
Fit für den Standort?
Zur Ökonomisierung der Bildung im europäischen Integrationsprozess

Alessandro Pelizzari
Marktgerecht studieren
New Public Management an den Universitäten

Pier-Paolo Pasqualoni
Österreichische Universitäten im Spiegel der Geschichte
Fallstricke einer Reform der Reform

Christoph Reinprecht
Die "Illusion der Chancengleichheit"
Soziale Selektion im Bildungssystem

Margarita Langthaler
Die Auswirkungen der Bildungsökonomisierung auf Entwicklungsländer

Bernhard Leubolt, Pia Lichtblau, Rosa Nentwich-Bouchal
Demokratisieren statt Privatisieren!

Der Aspekt der Öffentlichkeit im Bildungswesen

Gerald Faschingeder
Bildung und Herrschaft
Alternativen zur Ökonomisierung der Bildung

Gerald Faschingeder
Kultur und Entwicklung

Was die Cultural Studies zur Erneuerung der Entwicklungstheorie beitragen könnten

 

Die AutorInnen:

Gerald Faschingeder
ist Lehrbeauftragter am Projekt Internationale Entwicklung der Universität Wien und Direktor des Paulo Freire Zentrums für transdisziplinäre Entwicklungsforschung und -bildung. Bereits zum dritten Mal ist er als Koordinator für die Organisation der Gesamtösterreichischen Entwicklungstagung verantwortlich. Sein Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich Kultur und Entwicklung.

Luise Gubitzer
ist außerordentliche Professorin am Institut der Volkswirtschaftstheorie und -politik der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie forscht zu Alternativer Politischer Ökonomie mit frauenspezifischem und entwicklungspolitischem Bezug. Sowohl als Ökonomin, als Mitglied des Vereins Joan Robinson zur ökonomischen Bildung von Frauen, als auch als Universitätsangehörige, beschäftigt sie sich mit Tendenzen im Bildungsbereich in Nord und Süd.

Margarita Langthaler
hat sich bereits im Rahmen ihres Studiums der Romanistik und Slawistik an der Universität Wien mit dem Schwerpunkt: Soziolinguistik insbesondere mit Fragen der französischen Sprachpolitik in Afrika südlich der Sahara beschäftigt. SEit 2003 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Österreichischen Forschungsstiftung für Entwicklungshilfe im Bereich Bildung und Bildungszusammenarbeit tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Internationale Strategien in der Bildungszusammenarbeit, Bildungsökonomisierung und Capacity Development.

Bernhard Leubolt
studiert an der Wirtschaftsuniversität Wien und ist Absolvent des Interdisziplinären Lehrgangs für höhere Lateinamerikastudien in Wien. Darüber hinaus ist er Mitarbeiter im Internationalen Referat der Österreichischen HochschülerInnenschaft Bundesvertretung.

Pia Lichtblau
ist Mitarbeiterin des Mattersburger Kreises für Entwicklungspolitik an den österreichischen Universitäten und Lehrbeauftragte am Projekt Internationale Entwicklung der Universität Wien.

Rosa Nentwich-Bouchal
studiert Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsuniversität Wien und Politikwissenschaften an der Universität Wien. Sie ist Referentin für Bildungspolitik an der Bundesvertretung der Österreichischen HochschülerInnenschaft.

Pier-Paolo Pasqualoni
ist Forschungsassistent an der Fakultät für Politikwissenschaften und Soziologie der Universität Innsbruck. Seine Arbeitsschwerpunkte erstrecken sich über Aktionsforschung, Identität und Differenz, soziale Bewegungen, Organisationsforschung, Bildungspolitik und Hochschulsozialisation.

Alessandro Pelizzari
arbeitet als Soziologe im Departament für Sozialarbeit und Sozialpolitik an der Universität Fribourg (CH). Außerdem fungiert er als Sekretär von Attac Schweiz.

Oliver Prausmüller
war von 2001 bis 2004 Chefredakteur des ÖH-Magazins PROGRESS und Mitarbeiter der ÖH-Kampagne "Education not Profit". Er studiert Politikwissenschaften und Internationale Entwicklung an der Universität Wien.

Christoph Reinprecht
ist Professor und Vizestudienprogrammleiter für Soziologie an der Universität Wien.

Johannes Schimmerl
studiert Volkswirtschaft und Internationale Entwicklung an der Universität Wien. Seit Juli 2003 ist er Mitarbeiter im Internationalen Referat der ÖH Bundesvertretung.

Angelika Striedinger
studiert Soziologie an der Universität Wien. Sie ist seit 2003 Referentin für Internationale Angelegenheiten der Österreichischen HochschülerInnenschaft und seit 2004 Mitglied im Komitee zur Ökonomisierung von Bildung in der europäischen Studierendenvertretung (ESIB).