JEP 1/1999
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Ausgabe 1999/1:
Internationale Regulierung: Die ersten Jahre der Welthandelsorganisation (WTO)


Inhaltsverzeichnis und Abstracts


JEP AUSGABE
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Schwerpunktredaktion: Kunibert Raffer


Inhalt

Kunibert Raffer
Editorial


Kunibert Raffer
The WTO's First Years - The New Regime's Effects on the South
Abstract

Sheila Page
The WTO and Regionalisation
Abstract

Gabi Hesselbein
Die WTO und Afrika: Von der Subsistenz zum Global Player - wie funktioniert das?
Abstract

Max Koch
Die Kollektiven Akteure im Prozeß der Erneuerung des chilenischen Kapitalismus
Abstract


Abstracts


Kunibert Raffer
THE WTO'S FIRST YEARS
The New Regime's Effects on the South


Die bisherigen Entwicklungen bei Textilien und Bekleidung, erste Erfahrungen der Nettonahrungsimporte des Südens, sowie mit dem Streitschlichtungsverfahren, die praktischen Effekte der WTO hinsichtlich Handelspräferenzen, oder ihre Zusammenarbeit mit den Bretton Woods Institutionen zeigen deutliche, negative Auswirkungen auf den Süden. Die Frage der Inspektion vor Verschiffung ist eine Ausnahme - sowohl der Marktmechanismus als auch berechtigte Interessen des Südens konnten bislang durchgesetzt werden. Die Erfahrung der allerersten Jahre der WTO haben die Sorge gesteigert, daß Entwicklungsinteressen weiter marginalisiert werden und die Benachteiligung des Südens verstärkt wird. Die Selbstsicht der WTO als antidemokratisches Instrument des Neoliberalismus zerstreut solche Befürchtungen nicht.

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Sheila Page
THE WTO AND REGIONALISATION

Die WTO ist für die Regulierung der Regionen verantwortlich, da diese eine Ausnahme vom nichtdiskriminierenden Prinzip der Meistbegünstigung darstellen. Diese Aufgabe wird durch parallele Systeme positiver Diskriminierung zugunsten von Entwicklungsländern verkompliziert. Die Aufsicht der WTO war schwach und erstreckt sich weiterhin nicht auf zunehmend wichtige Arten der Diskriminierung außerhalb des konventionellen Bereichs der Zölle. Obwohl die Zahl der Regionen und deren potentielle Bedrohung des multilateralen Systems klein bleibt, besteht ein ungelöster Konflikt zwischen dem Wunsch nach einem einfachen, internationalen System und der Unvermeidbarkeit sich ändernder Ländergruppierungen mit wirtschaftlichen und anderen Verbindungen. Die regulatorischen Instrumente der WTO müssen ausgeweitet werden, um der Vielfältigkeit regionaler Gruppierungen Rechnung zu tragen.

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Gabi Hesselbein
DIE WTO UND AFRIKA:
Von der Subsistenz zum Global Player - wie funktioniert das?

Der Beitrag untersucht die Auswirkungen der WTO-Mitgliedschaft auf afrikanische Länder südlich der Sahara. Einer kurzen Analyse der Struktur des afrikanischen Außenhandels folgt am Beispiel dreier afrikanischer Länder ein Überblick über die konkreten Schwierigkeiten, die sich durch die Implementierung der WTO-Reglements ergeben. Die Grundstruktur afrikanischer Ökonomien wird beleuchtet, um einen Modus zu finden, wie Außenhandel für nachholende Entwicklung und Industrialisierung hilfreich sein kann. Im Ergebnis plädiert der Aufsatz für nicht-reziproke Handelsbeziehungen. Eine durch das WTO-Regularium erzwungene Handelsliberalisierung nimmt afrikanischen Ökonomien die Instrumente, ihre infant industries zu schützen, einen modernen Sektor und Binnenmärkte zu schaffen.

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Max Koch
Die Kollektiven Akteure im Prozeß der Erneuerung des chilenischen Kapitalismus


Dieser Beitrag behandelt die Rolle, die die kollektiven Akteure während der Transformation des chilenischen Kapitalismus gespielt haben. Besondere Aufmerksamkeit wird den sozialen Begleitumständen geschenkt, die zu einer im lateinamerikanischen Vergleich einzigartigen Koalition der Macht geführt haben. Diese bestand aus der Militärjunta, alten und neuen Unternehmerschichten und der technokratischen Elite. Zunächst wird die polit-ökonomische Entwicklung des Landes vor und nach 1973 behandelt, um danach die für diese Transformationsperiode relevanten kollektiven Akteure in den Blick zu nehmen. Beide Untersuchungsstränge lassen Zweifel an der von den meisten Beobachtern geteilten These einer radikalen Zäsur im Jahre 1973 aufkommen. Statt dessen rückt die Kontinuität einer ganzen "revolutionären Epoche" in den Vordergrund.

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