Schwerpunktredaktion: Henning Melber
Henning Melber
Editorial
Stein Sundstøl Eriksen
Councils, Capacity Building and the State: The Context of Local Government Reform in Tanzania
Abstract
Thandika Mkandawire
African Intellectuals, Political Culture and Development
Abstract
Ebrima Sall
Social Sciences in Africa
Abstract
Lennart Wohlgemuth
Universities in Sub-Saharan Africa
Abstract
Bawa Yamba
In this Time of AIDS: Capacity Building in Africa - An Anthropological Perspective
Abstract
Abstracts
Stein Sundstøl Eriksen
COUNCILS, CAPACITY BUILDUNG AND THE STATE
The Context of Local Government Reform in Tanzania
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Entwicklung von Lokalverwaltungen in Tanzania. Er legt einen analytischen Rahmen zur Untersuchung des Staates, der örtlichen Verwaltung und administrativer Kapazitäten dar. Danach wird die Entwicklung lokaler Verwaltung seit der Unabhängigkeit Tanzanias beschrieben., Um die Ergebnisse an der Basis zu illustrieren, wird die Kapazität des Verwaltungsbezirks von Kigoma im östlichen Tanzania untersucht. Schliesslich werden einige Schlussfolgerungen zur Perspektive des Aufbaus von Kapazitäten in der Lokalverwaltung Tanzanias gezogen.
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Thandika Mkandawire
AFRICAN INTELLECTUALS, POLITICAL CULTURE AND DEVELOPMENT
In historischer Perspektive werden die nachkolonialen Generationen afrikanischer Intellektueller und ihre Diskurse in den Sozialwissenschaften zusammenfassend vorgestellt. Die Position dieser Akademiker gegenüber staatlicher Autorität und ihre Rolle im Prozess der Nationbildung und Demokratisierung werden einzuordnen versucht. Afrikanische Intellektuelle sind heutzutage freier als jemals zuvor seit der Unabhängigkeit. Aber Staat und Gesellschaft müssen noch immer erkennen lernen, dass Intellektuelle einen nützlichen emanzipatorischen Faktor im Zuge künftiger Entwicklung darstellen.
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Ebrima Sall
SOCIAL SCIENCES IN AFRICA
Die Kapazität zur Schaffung oder Anwendung relevanten Wissens ist Teil von Entwicklung. Sozialwissenschaften kamen mit dem modernen Staat und der modernen Universität, beides im Afrika südlich der Sahara nachkoloniale Phänomene. Von kaum zehn Universitäten 1960 ist deren Zahl inzwischen auf 175 gestiegen. Orte der Wissensproduktion schliessen nun auch Privathochschulen, Fernunterricht und unabhängige Forschungsinstitute, Dachverbände und Netzwerke ein. Die erste Generation von Akademikern wird von in Afrika ausgebildeten jungen Wissenschaftlern abgelöst. Akademische Verbundsysteme sind entstanden. Es stellt sich die Frage nach deren Stärke und ihrem Vermögen zur Produktion von Literatur, die zur Expansion der Kenntnisgrenzen, von Demokratie und Entwicklung in einem krisenhaften Zusammenhang von Konflikten und rapidem gesellschaftlichen und technologischen Wandel beizutragen vermag.
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Lennart Wohlgemuth
UNIVERSITIES IN SUB-SAHARAN AFRICA
Während der Dekolonisierungsprozesse in Afrika wurden grosse Hoffnungen an das Potential höherer Bildungseinrichtungen als Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung geknüpft. Heutzutage wird allgemein akzeptiert, dass die Situation insbesondere an den Universitäten weit von den ursprünglich optimistischen Erwartungen entfernt ist. Obwohl es viele Gründe für diesen Verfall gibt, konzentriert sich der Beitrag auf die Frage der Finanzierung, die als wesentlicher Grund anzusehen ist, dem nicht die gebührende Aufmerksamkeit zuteil wurde. Es wird vorgebracht dass eine holistische Sicht der Universitätsfinanzierung erforderlich ist. Dieser Tatbestand wurde sowohl von den Regierungen afrikanischer Länder als auch den externen Gebern massiv vernachlässigt. Wenn dieses Erfordernis auch künftig ignoriert wird, werden keine anderen Bemühungen oder Arzneien helfen, die Universitäten in die wichtigen Einrichtungen zu verwandeln, die sie sein sollten.
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Bawa Yamba
IN THIS TIME OF AIDS:
Capacity Building in Africa - An Anthropological Perspective
Während der Dekolonisierungsprozesse in Afrika wurden grosse Hoffnungen an das Potential höherer Bildungseinrichtungen als Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung geknüpft. Heutzutage wird allgemein akzeptiert, dass die Situation insbesondere an den Universitäten weit von den ursprünglich optimistischen Erwartungen entfernt ist. Obwohl es viele Gründe für diesen Verfall gibt, konzentriert sich der Beitrag auf die Frage der Finanzierung, die als wesentlicher Grund anzusehen ist, dem nicht die gebührende Aufmerksamkeit zuteil wurde. Es wird vorgebracht dass eine holistische Sicht der Universitätsfinanzierung erforderlich ist. Dieser Tatbestand wurde sowohl von den Regierungen afrikanischer Länder als auch den externen Gebern massiv vernachlässigt. Wenn dieses Erfordernis auch künftig ignoriert wird, werden keine anderen Bemühungen oder Arzneien helfen, die Universitäten in die wichtigen Einrichtungen zu verwandeln, die sie sein sollten.
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