Montags, 16:45-18:15 - HS B, Campus Uni Wien

Landgrabbing – Landnahmen in historischer und globaler Perspektive (Öffentliche Ringvorlesung)

Die Ringvorlesung am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien beleuchtet die ungleichen Auswirkungen von Landnahmen und veranschaulicht Widerstandsformen und -strategien zum aktuellen 'Landgrabbing'. Landnahmen werden dabei in unterschiedlichen historischen, geographischen und politischen Kontexten, so etwa in Bezug auf koloniale Eroberung, vor dem Hintergrund totalitärer Regime und im Zuge von Landreformen diskutiert.

Die gegenwärtige Form von Landgrabbing durch private und staatliche Investoren nimmt eine zentrale Rolle ein und wird anhand von Beispielen im globalen Süden diskutiert. Dass Landnahmen jedoch nicht ausschließlich auf nationaler Ebene stattfinden, sondern auch in lokalen und familiären Kontexten, wird in der Lehrveranstaltung ebenfalls einen zentralen Stellenwert einnehmen. 'Landgrabbing' wird daher sowohl in seiner aktuellen Ausprägung als auch in historischer Perspektive beleuchtet, Kontinuitäten und globale Machtungleichheiten in Bezug auf Landnahmen werden sichtbar gemacht und mit Bezug zu konkreten Fallbeispielen und Themenfeldern der internationalen Entwicklung diskutiert.

17. bis 19. November 2017 - Universität Graz

7. Österreichische Entwicklungstagung: Sozial-ökologische Transformationen jetzt!

Schon angemeldet?
In wenigen Tagen wird sie eröffnet - die größte entwicklungspolitische Einzelveranstaltung des Landes. Sind auch Sie dabei? Dann bitte rasch anmelden, und zwar hier: https://www.pfz.at/article1931.htm

Für alle weiteren Infos zu Programm, Rahmenprogramm und Organisatorischem: http://www.entwicklungstagung.at/

Zeit: Fr., 17. bis So., 19. Nov. 2017.
Ort: Karl-Franzens-Universität Graz.
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Die Welt verändert sich – ökologisch, ökonomisch, politisch, kulturell und sozial. Transformationen bedrohen, können aber auch als Chance zur produktiven Gestaltung sozial-ökologischer Verhältnisse gesehen werden.

Der Krisendiskurs tritt heute im Plural auf und wird zur umfassenden Deutung der aktuellen Zeit. Neben der Klimakrise und Wirtschaftskrise sind wir mit Demokratiekrise und einer Krise der Arbeitswelt konfrontiert. Doch das Wirtschaftssystem läuft weiter - die Rede von der Krise ist der kapitalistischen Produktionsweise ohnehin eingeschrieben und dient auch der Legitimation bestimmter politischer Praktiken. Von einem großen, produktiv gestalteten Systemwandel ist bislang wenig zu erkennen.

Als Ausweg aus der Klimakrise ist der Umstieg vom kohlestoffbasierten zu einem solaren Energiesystem bereits vielfach beschrieben worden. Kann eine solche Umstellung auf nachhaltige Produktions- und Konsumweisen aber auch sozial gerecht erfolgen oder wird sie bestehende Verwerfungen noch verstärken? Schafft ein kohlenstoffarmer, ökologisch nachhaltiger und klimafreundlicher Weg auch genügend sinnstiftende und menschenwürdige Arbeit für ein gutes Leben für alle? Was bedeutet dies für Gender-Verhältnisse? Wie kann eine solche neue große Transformation gelingen?

Nach Abschluss der Verhandlungen rund um die SDGs ("Agenda 2030") und die Klimaziele gilt es, in die Zukunft zu blicken und zu diskutieren, ob und wie die neuen globalen Entwicklungsziele Realität werden können und wie mit den konzeptionellen Lücken, die solche globale Vereinbarungen immer aufweisen, umgegangen werden kann.

 

 

17. November, 10:00-16:00, Karl Franzens Universität, Graz

ZeitRaum - In[ter]ventions

Es ist soweit, die Anmeldephase für den ZeitRaum am 17. November 2017 hat begonnen! Alle Interessierten, ob du zuhören, mitdiskutieren oder etwas beitragen möchtest, werden um eine Anmeldung bis zum 07. November gebeten.

13. November 2017, 18:00-21:00 - Seminar- und Veranstaltungszentrum Catamaran

Economic Partnership Agreements (EPAs) – Die Auswirkungen der EU-Freihandelsabkommen auf afrikanische Länder

Diskussionsveranstaltung mit JEP-Bezug (JEP 2016-3 "The EU Trade Regime and the Global South").

Können die Freihandelsabkommen in Afrika Entwicklung fördern oder sind sie eher hinderlich dabei?

30. Oktober 2017, 19:00-21:00 - ÖGB Fachbuchhandlung, Rathausstraße 21, 1010 Wien

Sozialismen in Entwicklung: Marx und der Globale Süden

 

Sozialistische Theorien von „Entwicklung“ und die Versuche ihrer praktischen Realisierung waren historisch äußerst wirkmächtig, nicht nur im globalen Norden, sondern auch im globalen Süden. Zahlreiche Länder in Asien, Lateinamerika und Afrika versuchten, sozialistische Modelle an regionalspezifische Bedingungen und dynamische Machtverhältnisse auf globaler Ebene anzupassen. Das brachte eine Vielzahl verschiedener Sozialismen hervor, von denen sich manche auf Marx beriefen, andere jedoch explizit vom Marxismus und insbesondere dem Marxismus-Leninismus abgrenzten. Zwischen den verschiedenen Sozialismen in Ost und Süd lassen sich daher nicht nur Transfers und Kooperationen, sondern auch Konkurrenzbeziehungen feststellen. Wieso war Sozialismus für viele Regierungen im globalen Süden ein attraktives Modell – und welche Akteure im globalen Süden greifen heute auf Marx zurück? Was leisten marxistische Theorien, die bisweilen als veraltet und eurozentristisch kritisiert werden, zum Verständnis aktueller Umwälzungsprozesse?

17. November 2017 - Universität Graz

Call for Proposals: ZeitRaum - In[ter]ventions

Als Vorprogramm der Entwicklungstagung 2017 findet ein von Studierenden organisierter "ZeitRaum" statt, der die Möglichkeit zur Präsentation eigener Arbeiten/Ideen/Projekte im Themenfeld "sozial-ökologische Transformation" bietet.

 

 

 

Freitags, 13:15-14:45 - HS A, Campus Uni Wien

Sozialismen. 100 Jahre Oktoberrevolution und deren Rezeption in Nord und Süd (Öffentliche Ringvorlesung)

2017 jährt sich die Oktoberrevolution zum hundertsten Mal. Ihre Ursachen und Folgen werden zwar höchst unterschiedlich beurteilt, es besteht jedoch breiter Konsens darüber, dass es sich um eines der zentralen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts gehandelt hat.
Die Ringvorlesung am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien und dem Institut für Geschichte der Universität Wien reflektiert Entwicklungsmodelle, die Gesellschaftsveränderung mit sozialistischen Ansprüchen umzusetzen versuch(t)en. Es wird analysiert, unter welchen Bedingungen diese Ansätze abseits kapitalistischer Marktlogik entstanden, wie ökonomische, politische und soziale Entwicklungen vorangetrieben wurden und inwieweit emanzipatorische Ansprüche eingelöst werden konnten. Ein besonderes Augenmerk der Ringvorlesung liegt auf Ansätzen sozialistischer Entwicklung im Globalen Süden. Fallbeispiele aus Afrika, Asien und Lateinamerika zeigen die Diversität der unterschiedlichen Ausprägungen sozialistischer Versuche und ihre jeweiligen Referenzen zur Oktoberrevolution auf. Ansätze, die in den aktuellen Debatten kaum noch präsent sind - etwa die Unidad Popular (UP) in Chile, oder der Ujamaa Sozialismus in Tanzania - werden ebenso diskutiert, wie die Entwicklungsstrategien mit sozialistischem Anspruch im Lateinamerika des 21. Jahrhunderts.

 

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