Fr., 11. bis So., 13. Nov. 2022 - Linz

Globale Ungleichheiten. 8. Österreichische Entwicklungstagung 2022

Seit über Entwicklung diskutiert und gestritten wird, stellt Armut, und damit auch die globale Ungleichheit der Einkommen, einen ganz wesentlichen Bezugspunkt dar. Mit den aktuellen globalen Mega-Krisen hat sich die Lage durchwegs verschärft:

  • Die COVID19-Pandemie hat vorhandene Schieflagen weiter verstärkt: Die Allerreichsten wurden noch reicher, während viele Menschen, die in prekarisierter Lage leben, Arbeit und Einkommen verloren.
  • Die Klimakatastrophe ist weiterhin ungebremst in vollem Gange ist und trifft Arme in besonderem Ausmaß, während sich Wohlhabende teure Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel leisten können.
  • Aktuelle militärische Konflikte wie der Krieg in der Ukraine schaffen viele Kriegsverlierer*innen und wenige Kriegsgewinner*innen. Die damit einhergehenden geopolitischen Veränderungen haben wiederum  Auswirkungen auf globaler Ebene und verstärken hier vorhandene Ungleichheiten.
Thursday, 02. June 2022, 5.00pm - 6.30pm

JEP-Presentation: Imperial Mode of Living 'at work' in Latin America

Special issue presentation (JEP 2021-4, JEP 2022-1)

 

To secure the resource intensive prosperity of the Global North, the so called imperial mode of living externalises social and environmental costs that are both shifted to the Global South and within society along class, gender and racialised lines. The imperial mode of living has also spread across societies, which have been sites of exploitation since colonial times. Despite multiple social conflicts and resistance to the effects of the imperial mode of living, it became the dominant model of development in Latin America. The event will address the question of how the imperial mode of living was able to assert itself despite its manifold contradictions. Authors of two JEP special issues (JEP 2021-4 and JEP 2022-1) will discuss the interplay of everyday actions and social structures that enable and support the reproduction of the imperial mode of living in the Global South.

 

SpeakersFelix Malte Dorn (Innsbruck University), Anna Landherr (Ludwig-Maximilians-University of Munich), Jakob Graf (Friedrich Schiller University Jena), Teresa Millesi (University of Innsbruck) and Camila Moreno (Humboldt University of Berlin)

 

Chair: Anna Preiser (University of Vienna)

 
Mittwoch, 01. Juni 2022, 16:45 - 18:15

IE Talks: How China Rides the Waves of Crisis: Going Global and Going Digital

The 2007-8 global financial crisis and the waves of mass rebellions in Eastern Europe and the Arab world around the same time marked a major turning point in China’s strategies of development and domination. On the one hand, the drastic shrinkage in foreign demand spelled the end of China’s export-led high growth era, presenting a crisis of accumulation. On the other, global popular revolts that toppled or destabilized autocratic regimes raised the specter of a potential crisis of governance. The Chinese Communist regime responded with two grand projects—global expansion (officially labelled Going Out, Belt and Road Initiative, Made in China 2025, China Dream) and digital authoritarianism (platform economy and rule by high-tech surveillance). This talk analyses the practices of these elite strategies and assesses their effectiveness for maintaining economic growth and political control amidst a “new cold war” and a global pandemic.

 

Vortrag mit Ching Kwan Lee (UCLA)

Ort: Hörsaal 2 (HS) im Neuen Institutsgebäude (NIG)

 

 
 
Donnerstag, 2. Dezember 2021; 17:00 – 18:00; Online

Verleihung: Österreichischen Preises für Entwicklungsforschung 2021 an den Mattersburger Kreis!

Am 2. Dezember wird in einer feierlichen Zeremonie der diesjährige Entwicklungsforschungspreis in den Kategorien Hauptpreis und Nachwuchspreis verliehen. Für Interessierte wird Verleihung online gestreamt.

 

Der Österreichische Preis für Entwicklungsforschung wird alle zwei Jahre an wissenschaftlich tätige Institutionen und Personen verliehen, 2021 zum fünften Mal. Der Hauptpreis wird an Institutionen oder Personen für besondere Leistungen im Bereich der Entwicklungsforschung verliehen, während der Nachwuchspreis jungen Forschenden die Möglichkeit bietet, wissenschaftliche Texte zu thematischen Schwerpunkten einzureichen. Dieser lautete 2021 „Ernährungssouveränität – für eine nachhaltige und gesunde Zukunft“ 

 

Der Preis wird dieses Jahr an den Mattersburger Kreis verliehen!
 
 
 
Buchpräsentation und Podiumsdiskussion, 17.06.2021, 17:00 - 18:30, Online

Globale Warenketten und ungleiche Entwicklung

Buchpräsentation und Podiumsdiskussion

17. Juni 2021, 17:00 – 18:30

 

Im März 2021 lief das Containerschiff Ever Given auf dem Weg von China nach Rotterdam im Sueskanal auf Grund und blockierte fast eine Woche die Durchfahrt. Die Blockade des Kanals brachte einen der wichtigsten Handelswege zwischen Asien und Europa zum Stillstand und rückte globale Warenketten ins Licht der medialen Öffentlichkeit.

Diese Warenketten sind Gegenstand des aktuellen Sammelbandes Globale Warenketten und ungleiche Entwicklung (Mandelbaum, 2021), der die Organisation sowie die Machtstrukturen weltweit verstreuter Produktionsprozesse analysiert und nach den Folgen für Gesellschaft, Umwelt und Entwicklung fragt. Die Beiträge des Bandes geben Einblick in Konzernmacht, Finanzialisierung, die Rolle von Supermärkten, Transport und Umweltkosten, Arbeitsbedingungen und Konflikte sowie Ansätze zur Regulierung von globalen Warenketten.

Im Rahmen der Buchpräsentation stellen die HerausgeberInnen und AutorInnen die breitgefächerten Themen des Sammelbandes vor und laden zur Diskussion ein.

 

10.03.2021, 16:00 - 16:45 Online

Global Inequality Talk #1: Der Traum vom grünen Investment.

Global Inequality Talk

10. März 2021; 16.00 - 16.45

Die Veranstaltung findet online statt. Die Anmeldung erfolgt auf der Website der Entwicklungstagung: Zur Anmeldung

 

Kann Green Finance Umweltprobleme lösen und globale Ungleichheit verringern?

 

Fast alle Banken bieten heute „grüne Anleihen“ an, bei denen in klimafreundliche Projekte, wie etwa Windkraft oder Photovoltaik, investiert wird. Versprochen werden Rendite mit gutem Gewissen: Green Finance oder nachhaltiges Investment bedeutet, dass der Finanzsektor und Anleger*innen durch freiwillige Standards zu ökologischer Nachhaltigkeit beitragen sollen.
Doch wie wirksam ist dieser Ansatz? Werden in Folge auch jene Projekte, die zwar umweltfreundlich, aber wirtschaftlich nicht rentabel sind, nachgefragt werden? Und wie sieht das Verhältnis von „grünen“ im Vergleich zu „braunen“ Finanzprodukten aussieht? Mehr dazu im ersten Global Inequality Talk: Green Finance und globale Ungleichheit am 10. März 2021, 16.00 Uhr!
 

16.03.2021, 16:00 - Online

Webinar: Green Finance going global: Solution or trap?

Panel discussion and presentation
16.03.2021, 16:00 - 17:30
The event will take place online. Registration is available on the website of our partner Paulo Freire Center: Register here

 

 
Banks, international financial institutions, politicians and some civil society actors have a new favourite: Green Finance. They assume green finance key to solving global environmental problems such as climate change. What are the consequences? Does Green Finance indeed contribute to a socio-ecological transformation? Will it end the highly unequal overuse of global environmental resources? Will it simply help to enrich the wealthier further? The recently published special issue of the Journal für Entwicklungspolitik deals with these questions and focusses on the impact of Green Finance on the global South and on Europe. Authors and commentators from civil society discuss the findings and show how alternative approaches to dominant neoliberal forms of Green Finance should be shaped.
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