Samstag 21. Oktober 2017
Freitags, 13:15-14:45 - HS A, Campus Uni Wien

Sozialismen. 100 Jahre Oktoberrevolution und deren Rezeption in Nord und Süd (Öffentliche Ringvorlesung)

2017 jährt sich die Oktoberrevolution zum hundertsten Mal. Ihre Ursachen und Folgen werden zwar höchst unterschiedlich beurteilt, es besteht jedoch breiter Konsens darüber, dass es sich um eines der zentralen historischen Ereignisse des 20. Jahrhunderts gehandelt hat.
Die Ringvorlesung am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien und dem Institut für Geschichte der Universität Wien reflektiert Entwicklungsmodelle, die Gesellschaftsveränderung mit sozialistischen Ansprüchen umzusetzen versuch(t)en. Es wird analysiert, unter welchen Bedingungen diese Ansätze abseits kapitalistischer Marktlogik entstanden, wie ökonomische, politische und soziale Entwicklungen vorangetrieben wurden und inwieweit emanzipatorische Ansprüche eingelöst werden konnten. Ein besonderes Augenmerk der Ringvorlesung liegt auf Ansätzen sozialistischer Entwicklung im Globalen Süden. Fallbeispiele aus Afrika, Asien und Lateinamerika zeigen die Diversität der unterschiedlichen Ausprägungen sozialistischer Versuche und ihre jeweiligen Referenzen zur Oktoberrevolution auf. Ansätze, die in den aktuellen Debatten kaum noch präsent sind - etwa die Unidad Popular (UP) in Chile, oder der Ujamaa Sozialismus in Tanzania - werden ebenso diskutiert, wie die Entwicklungsstrategien mit sozialistischem Anspruch im Lateinamerika des 21. Jahrhunderts.

 

Dienstags, 16:45-18:15 - HS 42, Hauptgebäude Uni Wien

Rohstoffe und Entwicklung. Aktuelle Auseinandersetzungen im historischen Kontext (Öffentliche Ringvorlesung)

Rohstoffe sind knapp und umkämpft. Ihre Verfügbarkeit prägt Entwicklungsprozesse und Lebensweisen in Nord und Süd. Ihr Preis ist heftigen Schwankungen unterworfen. In den letzten Jahren erlebten wir einen ausgeprägten Boom vieler Rohstoffe auf den eine tiefe Krise folgte. Die Ringvorlesung am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien hat zum Ziel, den aktuellen Stand der Forschung zum Thema differenziert abzubilden und mittels einer interdisziplinären Vortragsreihe die unterschiedlichen Dimensionen der Rohstofforientierung zu diskutieren. 
Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Zugang, Ausbeutung und Verteilung natürlicher Ressourcen sowie die Einbettung dieser Prozesse in regionale und globale Dynamiken..

27. Juni 2017, 18:30 - Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien

Jäger und Sammler in der Industrialisierten Welt

Die Praktiken des Jagens und Sammelns prägen immer noch spezifische Formen gesellschaftlicher und kultureller Organisation, trotz einer global vorherrschenden, staatlich und ökonomisch angetriebenen Idee von Entwicklung und der Expansion extraktiver Industrien. In einem JEP-Schwerpunktheft wurden verschiedene wissenschaftliche Perspektiven auf die sich seit geraumer Zeit wandelnden sozialen und kulturellen Praktiken von Jäger- und Sammlergesellschaften versammelt, um einen Blick auf ihre konkreten Geschichten und ihre komplexe Gegenwart zu werfen. Globale bzw. nationale Strukturen der Kolonisierung, Industrialisierung und staatlichen Herrschaft verknüpfen sich in vielfacher, oft widersprüchlicher und konfliktreicher Form mit lokalen Gemeinschaften. Die damit verbundenen Fragen und  Problematiken wollen wir in einer Panel-Runde anlässlich des Erscheinens des Schwerpunkthefts gemeinsam diskutieren und laden herzlich zur Teilnahme in  gemütlichem Rahmen ein.

 

31. Mai 2017, 19:00 - Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien

Migrationsmanagement – eine Kritik

Migrationsmanagement ist ein politisches Konzept, das auf die Aufrechterhaltung der globalen Machtverhältnisse durch die Steuerung von Migrationsbewegungen abzielt. Die Autor_ innen des Schwerpunktheftes des Journals für Entwicklungspolitik beleuchten das Projekt des Migrationsmanagements u.a. aus der Perspektive der kritischen Migrations- und Grenzregimeforschung und lenken dabei den Blick auf eine Vielzahl der darin relevanten Akteur_innen.

 

Diskussion mit:

 

Petra Dannecker, Soziologin, Universität Wien


Sara de Jong, Politikwissenschafterin, The Open University, Milton Keynes


Irene Messinger, Sozialwissenschafterin, Universität Wien


Gerd Valchars, Politikwissenschafter, Universität Wien

 

Moderation: Stefanie Mayer, Politikwissenschafterin, FH Campus Wien

19. Mai 2017, 11:00 -18:00, Großer Saal des OeAD, Erdgeschoß, Ebendorferstraße 7, 1010 Wien

Treffen der EntwicklungsforscherInnen

Die Vorbereitungsgruppe des Treffens der Entwicklungsforschung 2017 lädt EntwicklungsforscherInnen in Österreich ein, sich mit Vorschlägen für Beiträge einzubringen. Das Thema der Veranstaltung lautet Sozial-ökologische Transformationen – Blitzlichter aktueller Entwicklungen.

Hinweis: Damit greift dieses Treffen die Thematik der 7. Österreichischen Entwicklungstagung (17.- 19.11.2017, Graz) auf und dient als eine ihrer Vorveranstaltungen. Näheres zur Entwicklungstagung siehe www.entwicklungstagung.at.

 

13. Januar 2017, 13:15-14:45 - HS 23, Uni Wien, Hauptgebäude

Dying for an iPhone: The Lives of Chinese Workers - Vortrag von Jenny Chan

Vortrag in englischer Sprache

 

The spate of suicides during 2010 by young Foxconn workers aged between 17 and 25 threw a spotlight on the appalling working conditions endured by those creating the material devices on which the digital society depends. Jenny Chan investigates the lives of rural migrant workers and teenaged student interns at Taiwanese-owned Foxconn, the world’s largest maker of iPhones for Apple and other high profile buyers.

 

Based on fieldwork in Guangdong and Sichuan provinces, Jenny Chan informs about the conditions of a new generation of Chinese workers and their collective actions to defend their rights and interests. She analyses labor struggles with regard to the intertwined policies and practices of Foxconn, international brands and buyers, and the local government.

 

29. November 2016, 19:00-21:00 - Depot, Breitegasse 3, 1070 Wien

Muss Entwicklung schmutzig sein? Wachstum, Armut und Umwelt im 21. Jahrhundert

Podiumsdiskussion mit:

 

- Marina Fischer-Kowalski, IFF Wien/Uni Klagenfurt

- Beate Littig, IHS Wien

- Karin Fischer, JKU Linz

 

Moderation: Lukas Schmidt (Mattersburger Kreis)

 

 

 

Kontakt
Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik
an den österreichischen Universitäten
Sensengasse 3
1090 Wien, Österreich

T +43 1 317 40 17
E office@mattersburgerkreis.at
Abonnieren Sie unseren Newsletter
© 2015 Mattersburger Kreis für Entwicklungspolitik an den österreichischen Universitäten | Impressum
Darstellung:
http://www.mattersburgerkreis.at/