Sonntag 18. November 2018
12. November 2018, 18:30-20:30 - Volkskundemuseum Wien

Ernährungssouverän unter Besatzung? Alternative Entwicklung und Widerstandsökonomien in Palästina

Diskussion + Heftpräsentation JEP 2018-1

(Schwerpunktredakion: Helmut Krieger)

 

Nach mehr als 20 Jahren Osloer Prozess und der Durchsetzung eines neoliberalen Entwicklungsmodells in den besetzten palästinensischen Gebieten ist eine vielfache Krise in Palästina mittlerweile offensichtlich. Diese führt unter anderem dazu, verstärkt nach Alternativen zu suchen, die die Besatzungsmacht grundlegend herausfordern soll. Selbstbestimmung als umfassender sozialer, politischer, kultureller und ökonomischer Prozess steht dabei im Zentrum der Debatten.
Was aber kann das praktisch bedeuten? Inwiefern können landwirtschaftliche Kooperativen in den besetzten Gebieten ein zentrales Element einer Widerstandsökonomie in Palästina darstellen? Wie können Ideen von Ernährungssouveränität mit alternativen Entwicklungsansätzen trotz eines kolonialen Besatzungsregimes realisiert werden?

 

09. Oktober 2018, 15:00-16:30 -HSB Unicampus

VO Schwerpunktvorlesung: Bildung und ungleiche Entwicklung

Bildung ist einer der zentralen Leitbegriffe der aufklärerischen Moderne, und doch bleibt der Begriff ähnlich vage und ungreifbar wie Entwicklung, Kultur, Demokratie oder andere Leitkonzepte, mit denen ein kollektiver Aufbruch in ein besserer Zeitalter versprochen wurde. In der Diskussion um Internationale Entwicklung nach 1945 lassen sich zwei optimistische Ankündigungsdiskurse unterscheiden:

 

• Der Bildungsoptimismus der Modernisierungstheorien, die in Bildung einen der Schlüssel für gesellschaftlichen Fortschritt auf allen Ebenen sahen;
• Das Versprechen, einer "anderen" Bildung, die nicht den Interessen der Herrschenden diene, sondern unterdrückte Stimmen hörbar mache, Marginalisierte ans Zentrum heranrücke und die Dichotomie von Wissenden und Unwissenden kritisch hinterfrage (u.a. Gramsci, Freire);
• Ein dritter Diskursstrang erlangte nie derartiges politischer Gewicht: Die Theorien und Experimente der alternativen Pädagogik (u.a. Montessori, Illich).

 

 

11. Juni 2018, 18:30-20:00 - Volkskundemuseum Wien

Baustelle Rechtsaußen: Rassimus und Antirassismus im Fußball

Diskussion + Heftpräsentation JEP 2018-2

(Schwerpunktredakion: Eric Burton, Clemens Pfeffer, Lukas Schmidt)

 

Anlässlich der Fußball WM der Herren 2018 diskutieren Julia Glathe (FU Berlin) und Georg Spitaler (Verein für die Geschichte der ArbeiterInnenbewegung) über die Geschichte und Gegenwart von rassistischer Diskriminierung im Fußball. Die DiskutantInnen berichten von der Beziehung zwischen Fußballhooligans und rechtsradikalen Bewegungen im WM-Gastgeberland Russland, Zuspitzungen rassistischer Ressentiments in der heimischen Fußballszene und zeigen widerständiges Handeln anhand von antirassistischen und antidiskriminatorischen Initiativen auf. 

 

 

Dienstags, 16:45-18:15 - HS C2, Campus Uni Wien

Rohstoffe und Entwicklung. Aktuelle Auseinandersetzungen im historischen Kontext (Öffentliche Ringvorlesung)

Rohstoffe sind knapp und umkämpft. Ihre Verfügbarkeit prägt Entwicklungsprozesse und Lebensweisen in Nord und Süd. Ihr Preis ist heftigen Schwankungen unterworfen. In den letzten Jahren erlebten wir einen ausgeprägten Boom vieler Rohstoffe auf den eine tiefe Krise folgte. Die Ringvorlesung am Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien hat zum Ziel, den aktuellen Stand der Forschung zum Thema differenziert abzubilden und mittels einer interdisziplinären Vortragsreihe die unterschiedlichen Dimensionen der Rohstofforientierung zu diskutieren. 
Im Mittelpunkt stehen Fragen nach Zugang, Ausbeutung und Verteilung natürlicher Ressourcen sowie die Einbettung dieser Prozesse in regionale und globale Dynamiken..

Montags, 15:00 - 16:30, Hörsaal A UniCampus Hof 2

Schwerpunktvorlesung Mobility: Fußball und Migration

Fußball ist mehr als nur ein Spiel. Er verbindet Menschen in einem globalen Spektakel und wird zum Schauplatz nationaler Inszenierung. Er verspricht sozialen Aufstieg und verheißt ein friedliches Zusammenkommen von Menschen unterschiedlicher sozialer
und regionaler Herkunft.
Fußball kann exemplarisch herangezogen werden, um den Zusammenhang von Migration und globaler Ungleichheit anhand eines konkreten Spannungsfeldes zu analysieren.
Im Fußball manifestieren sich Strukturen und Dynamiken, die die internationale Entwicklung maßgeblich beeinflussen: Zentrum Peripherie Konstellationen lassen sich hier ebenso konstatieren wie die Reproduktion von hegemonialen Geschlechterrollen, von Ausbeutungsverhältnissen und Rassismus.
Die Vorlesung nimmt die Fußball Weltmeisterschaft der Männer 2018 zum Anlass, um verschiedene Themenfelder im Kontext von Fußball, Migration und Entwicklung zu reflektieren. In verschiedenen thematischen Blöcken, widmen sich die Vortragenden Fragen von globaler Ungleichheit, Rassismus und Geschlechterrollen im österreichischen und internationalen Kontext.

 

 

 

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