20.11.2019, 19:00 - Aula am Campus A-AHK, Hof 1, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Gegen ökologische Ungleichheit steuern

Diese Veranstaltung wird in englischer Sprache stattfinden. Informationen in Englisch folgen.
This event will be held in English language. Informations in English will follow.

 

Die Nutzung unserer natürlichen Ressourcen ist global ungleich verteilt. Überkonsum trifft auf Mangel. Die Folgen der exzessiven Ressourcennutzung – allen voran dem Klimawandel – ist ebenso ungleich verteilt: Meist tragen diejenigen die Hauptlast, die am wenigsten Ressourcen nutzen.
Der hohe Ressourcenverbrauch in den wohlhabendsten Ländern der Welt ist nur möglich, weil anderswo billig Ressourcen extrahiert, produziert und exportiert werden. Ungleichheit ermöglicht Unnachhaltigkeit.

 

Begrüßung: Margareta Grandner, Institut für Internationale Entwicklung der Univ. Wien, Mitherausgeberin des neuen Bandes “Globale Ungleichheit”

Key Note: Anke Schaffartzik , Senior Scientist am Institut für Soziale Ökologie (SEC), Boku Wien

Es diskutieren:
Ricardo Pizarro, chilenischer Wissenschaftler
Karlygash Kuralbayeva, Umweltökonom an der London School of Economics

Moderation: Martina Neuwirth, VIDC – Wiener Institut für internationalen Dialog und Zusammenarbeit

 

Diese Veranstaltung stellt die Verbindung zwischen den Themen der Entwicklungstagung 2017 und jenem der Entwicklungtagung 2020 dar: Sozial-Ökologische Transformation (#ET2017 in Graz) wird mit der Frage der Ungleichheit (#ET2020 in Linz) verbunden. Auffällig ist, dass im SDG Ziel 10 zu Ungleichheit keine Rede von der ökologischen Dimension der Ungleichheit ist, obwohl bekannt ist, dass die Folgen der ökologischen Krise sozial sehr ungleich wirksam sind. Auch aus einer Geschlechterperspektive wirkt die Umweltkrise ungleich.
Eigentlich sind im Bereich der Ökologie die Zusammenhänge zwischen Nord und Süd am Offensichtlichsten: Der enorme Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß des globalen Nordens hat derzeit sehr unmittelbare Auswirkungen auf den globalen Süden und schafft damit etwas, das als “ökologische Ungleichheit” bezeichnet werden kann. Hier gibt es einen ungleichen Tausch: Der Süden exportiert mehr Land und Ressourcen, während der Norden seine Umweltkosten in den Süden auslagert. Einkommensungleichheit und Umweltungerechtigkeit verstärken sich gegenseitig.

 

Hier stellt sich die Frage, ob eine Besteuerung des CO2-Ausstoßes (Carbon Taxes) eine wirksame Maßnahme sein kann, um Globale ökologische Ungleichheit zu vermindern. Chile, Südafrika und zahlreiche Städte in China haben bereits eine Carbon-Tax eingeführt.

 

 

Leitfragen:
Verstehen: Was ist eigentlich globale ökologische Ungleichheit? Und wie groß ist diese Form der Ungleichheit?
Handeln: Welche Aktions- und Handlungsoptionen gibt es gegen diese Ungleichheit? Welche Rolle könnten Ökosteuern spielen? Sind sie ein Mittel zur Finanzierung von Klimawandelanpassungskosten?
Lernen: Was können hier globaler Norden und globaler Süden voneinander lernen? Welche Erfahrungen mit Ökosteuern gibt es bereits im Globalen Süden?

Bitte um Anmeldung unter office@pfz.at

 

Aktivitäten Gegen ökologische Ungleichheit steuern.

Gegen ökologische Ungleichheit steuern.

Zeit: Mittwoch, 20. November 2019, 19.00 Uhr
Ort: Aula am Campus A-AHK, Hof 1, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

 

 

 

 

Diese Veranstaltung ist Teil des aktuellen Schwerpunktes „Globale Ungleichheit“ von Mattersburger Kreis und Paulo Freire Zentrum. Höhepunkt der Debatten wird die 8. Österreichische Entwicklungstagung von 13.-15.11.2020 in Linz sein.

 

 

Zum Buch:

 

Karin Fischer; Margarete Grandner: Globale Ungleichheit. Über Zusammenhänge von Kolonialismus, Arbeitsverhältnissen und Naturverbrauch. Wien: Mandelbaum 2018, ca 400 Seiten, erscheint im November 2019; Reihe GEP, Band 19

 

Das Buch widmet sich der ungleichen Verteilung von Einkommen, Vermögen und Lebenschancen auf der Welt. Einzelne Beiträge behandeln die historischen und aktuellen Auswirkungen von Kolonialismus und Rassismus, von globaler politischer Ökonomie und Finanzmarktkapitalismus, internationaler Arbeitsteilung und ökologischer Ungleichheit. Ungleichheit zeigt sich am deutlichsten in der Gesellschaft, in einer Gemeinschaft, an dem Ort, an dem wir leben. Allerdings sind wir auf vielfältige Weise in globale Prozesse eingebunden, die lokale Ungleichheit schaffen oder verstärken.

 

Eine Veranstaltung von vidc, SEC/Boku, Institut für Internationale Entwicklung der Universität Wien, Mattersburger Kreis und Paulo Freire Zentrum .

 

 

 

 

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